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Unser Lieblingsort im Sommer: Das Schwimmbad

Veröffentlicht von Beratungsteam am

Grundlagen zu Chlorierung

Fast jeder kennt ihn: den typischen Geruch im Schwimmbad, der sofort an Chlor erinnert. Doch streng genommen riechen wir nicht das Chlor selbst – denn reines Chlor hat fast keinen Geruch. Der bekannte „Schwimmbadduft“ entsteht durch eine chemische Reaktion im Wasser.

Warum ist Chlor überhaupt im Becken?
Chlor ist sozusagen der Sicherheitsdienst im Wasser: Es tötet Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger ab, die über Schweiß, Hautschuppen oder Speichel ins Becken gelangen. Dadurch bleibt das Wasser hygienisch und wir können unbesorgt baden.

Woher kommt der Geruch wirklich?
Der typische Schwimmbadgeruch entsteht nicht durch das Chlor selbst, sondern durch Stoffe, die sich bilden, wenn Chlor mit Verunreinigungen reagiert. Besonders wichtig ist hier Trichloramin – es entsteht, wenn Chlor auf Harnstoff trifft. Harnstoff ist nicht nur im Urin enthalten, sondern auch auf unserer Haut. Wer also nicht vor dem Schwimmen duscht, trägt dazu bei, dass mehr Trichloramin entsteht – und der Schwimmbadgeruch stärker wird.

Starker Geruch heißt nicht „sauber“
Riecht es im Schwimmbad besonders intensiv, bedeutet das nicht, dass besonders viel gechlort wurde. Im Gegenteil: Es ist ein Hinweis darauf, dass sich mehr Verunreinigungen im Wasser befinden. Je intensiver der Geruch, desto mehr Trichloramin ist vorhanden.

Duschen schützt Haut und Wasserqualität
Chlor kann sich nach dem Baden wie ein feiner Film auf der Haut ablagern und sie austrocknen. Deshalb ist es sinnvoll, nach dem Schwimmen gründlich zu duschen. Noch besser ist es, bereits vor dem Baden kurz zu duschen – das reduziert nicht nur den Geruch, sondern hält das Wasser sauberer.

Kurz gesagt: sauber ins Becken – und sauber wieder raus!

Wie chloriert man ein Schwimmbad zu Hause richtig?

Damit das Wasser im eigenen Pool sauber und hygienisch bleibt, ist Chlor das wichtigste Desinfektionsmittel. Es tötet Bakterien und Algen ab und sorgt dafür, dass das Wasser klar bleibt. Entscheidend ist jedoch, die richtige Menge einzusetzen – zu wenig Chlor führt zu Keimen, zu viel Chlor reizt Haut, Augen und Atemwege.

1. Den richtigen Chlorwert einstellen

  • Der ideale freie Chlorgehalt für private Pools liegt zwischen 0,3 und 0,6 Milligramm pro Liter (mg/l).
  • Gemessen wird dieser Wert mit Teststreifen oder elektronischen Messgeräten, die einfach ins Wasser gehalten werden.

2. Chlorarten für den Privatpool

  • Schnell lösliches Chlor (Granulat oder Tabletten): geeignet für eine Stoßchlorung, wenn das Wasser grün oder trüb wird.
  • Langsam lösliche Chlortabletten: sorgen für eine kontinuierliche Grunddesinfektion und werden meist in einem Dosierschwimmer oder Skimmer platziert.

3. Regelmäßig messen und nachdosieren

  • Kontrolliere den Chlorgehalt mindestens ein- bis zweimal pro Woche, bei starker Nutzung (z. B. Poolparty) sogar täglich.
  • Wenn der Wert unter 0,3 mg/l fällt: Chlor nachdosieren.
  • Wenn der Wert über 1,0 mg/l steigt: keine neuen Chlorzugaben, gegebenenfalls frisches Wasser zuführen.

4. Der pH-Wert ist entscheidend

  • Chlor wirkt nur optimal, wenn der pH-Wert stimmt: zwischen 7,0 und 7,4.
  • Liegt er darüber oder darunter, verliert das Chlor einen Großteil seiner desinfizierenden Wirkung.
  • Ein pH-Teststreifen oder ein digitales Messgerät zeigt den Wert sofort an. Falls nötig, mit pH-Minus oder pH-Plus regulieren.

5. Stoßchlorung bei Problemen

  • Wenn das Wasser trüb wird, Algen wachsen oder der Pool nach „Schwimmbad“ riecht, hilft eine Stoßchlorung:
    • Wasser mit einer höheren Chlordosis (ca. 3–5 mg/l) behandeln.
    • Nach einigen Stunden wieder auf Normalwerte absenken lassen, bevor gebadet wird.

6. Filterpflege nicht vergessen

Chlor alleine reicht nicht aus: Der Sand- oder Kartuschenfilter muss regelmäßig rückgespült oder gereinigt werden. Nur so bleibt das Wasser klar und das Chlor kann seine Arbeit zuverlässig erledigen.

Kategorien: Wissenswertes